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Anbieter für Abnehmbehandlungen im Vergleich

Wir vergleichen keine Medikamente – die sind bei allen Anbietern dieselben. Wir haben gemessen, wie aufwendig der Weg zur Bestellung ist: Schritte, Pflichtangaben, Termine, Wartezeit. Wie gründlich ein Anbieter prüft, steht daneben in einer eigenen Spalte.

Zuletzt geprüft
19. August 2026
Anbieter im Vergleich
7
Lesezeit
etwa 3 Minuten
Quellen
8 belegt
Schreibtisch mit aufgeschlagenem Notizbuch, Stift und Kaffeetasse

Unsere Rangfolge

Bewertet wird die Dienstleistung, nicht das Medikament. Die Gesamtnote ergibt sich aus fünf Kriterien mit fester Gewichtung – die Rechnung steht offen unter Redaktion und Methodik.

  1. 1 DoktorABC 5.0 von 5 Schnellste Lieferung – Express in 60 bis 90 Minuten möglich Online-Fragebogen, ärztliche Prüfung ohne verpflichtendes Gespräch
  2. 2 DrAnsay 4.8 von 5 Niedrigste Behandlungsgebühr im Vergleich (19 €) Online-Fragebogen, ärztliches Gespräch ausdrücklich optional
  3. 3 GoLighter 3.7 von 5 Einziger Anbieter mit Sitz in Deutschland Online-Fragebogen mit ärztlicher Prüfung, Gespräch nicht verpflichtend

Je nach Situation passt etwas anderes

  • Umfangreichste Begleitung – Coaching und Check-ins Juniper
  • Schnellste Lieferung – Express in 60 bis 90 Minuten möglich DoktorABC
  • Prüft die Angaben als einziger Anbieter ohne Videotermin ZAVA
  • Bestes Programm ohne Medikamente Oviva außer Konkurrenz – vermittelt keine Medikamente
  • Einziger Anbieter mit Sitz in Deutschland GoLighter
  • Einziger Anbieter mit verpflichtendem Arztgespräch und Kassenrezept TeleClinic
  • Niedrigste Behandlungsgebühr im Vergleich (19 €) DrAnsay

Wichtig: Eine gute Note bedeutet, dass ein Anbieter sorgfältig arbeitet – nicht, dass eine medikamentöse Behandlung für Sie sinnvoll ist. Diese Frage beantwortet nur eine Ärztin oder ein Arzt.

Warum wir den Ablauf vergleichen und nicht die Medikamente

Die Präparate sind bei allen Anbietern identisch – es sind dieselben zugelassenen Arzneimittel derselben Hersteller. Ein Vergleich der Wirkstoffe würde also nichts über die Anbieter aussagen.

Was sich massiv unterscheidet, ist alles andere: ob überhaupt jemand mit Ihnen spricht, ob Ihre Angaben geprüft werden, ob es eine Ansprechperson gibt, wenn Ihnen von der ersten Dosis schlecht wird, und ob Sie nach drei Monaten in einem Abo stecken, das Sie nicht mehr loswerden.

Diese Unterschiede sind nicht theoretisch. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen konnte im Frühjahr 2026 bei fünf von sechs getesteten Plattformen eine Verordnung erhalten, indem sie im Formular ein höheres Gewicht angab als das tatsächliche; mehrere Anbieter verlangten weder einen Identitäts- noch einen Gewichtsnachweis. Gerichte haben Modelle, die allein auf einem Fragebogen beruhen, mehrfach beanstandet – zuletzt wurde einer Versandapotheke die Belieferung solcher Rezepte untersagt.

Unsere fünf Kriterien

Die Note misst wie einfach und wie durchgehend digital sich eine Behandlung bestellen lässt – nicht die medizinische Qualität. Alle Werte wurden am 19.08.2026 an den Bestellstrecken selbst erhoben.

1. Aufwand bis zur Bestellung (30 %). Wie viele Schritte und Angaben sind nötig? Muss vor der ersten medizinischen Frage ein Konto angelegt oder eine E-Mail-Adresse hinterlassen werden?

2. Ohne Medienbruch (25 %). Läuft alles im Browser? Oder braucht es einen Videotermin, einen Foto-Upload, Post oder ein Telefonat?

3. Preistransparenz (20 %). Sind Behandlungsgebühr, Medikamentenpreis und Versandkosten vor der Zahlung klar erkennbar? Wird der Preis der Erhaltungsdosis genannt oder nur der günstige Einstiegsmonat?

4. Vertragsbedingungen (15 %). Einzelbestellung oder Abo mit automatischer Nachlieferung? Wie ist die Kündigung geregelt?

5. Lieferzeit (10 %). Wie schnell ist das Medikament da?

Was die Note ausdrücklich nicht misst: wie gründlich ein Anbieter prüft, bevor er verordnet. Diese beiden Dinge fallen in diesem Markt regelmäßig auseinander – die Anbieter mit dem einfachsten Bestellweg sind zugleich die mit der geringsten Prüfung. Ob ein Gespräch stattfindet, steht deshalb in der Tabelle in einer eigenen Spalte und bei jedem Anbieter im Datenblatt. Wer darauf Wert legt, sortiert danach – nicht nach unserer Note.

Was auffällt

Der kostenlose Weg wird übersehen. Für gesetzlich Versicherte ist eine Videosprechstunde bei einer in Deutschland zugelassenen Praxis in der Regel eine Kassenleistung. Wer diesen Weg geht, zahlt nur das Medikament – und spricht dabei mit einer Ärztin oder einem Arzt. Das ist in fast allen Fällen der sinnvollere Einstieg als ein Portal, das eine Behandlungsgebühr verlangt und kein Gespräch vorsieht.

Kein Gespräch ist die Regel, nicht die Ausnahme. Die Mehrheit der reinen Online-Anbieter verordnet auf Grundlage eines Formulars. Das ist der Kern der juristischen Auseinandersetzungen, die derzeit laufen – und der Grund, warum wir dieses Kriterium an die erste Stelle setzen.

Abo-Modelle verschleiern den Preis. Wo Medikament, Betreuung und Versand in einer Monatspauschale zusammengefasst sind, lässt sich schwer erkennen, wofür man eigentlich zahlt. Der niedrige Einstiegspreis entspricht in der Regel nicht dem, was ab Monat zwei fällig wird.

Fehlende Betreuung ist der häufigste Abbruchgrund. Die Aufdosierungsphase ist die kritische Zeit. Anbieter, die dort begleiten, haben aus unserer Sicht den größeren Nutzen – unabhängig davon, ob sie ein paar Euro mehr kosten.

Und was ist mit Versandapotheken?

Versandapotheken wie apo.com, apodiscounter oder DocMorris stehen bewusst nicht in dieser Tabelle. Sie sind keine Alternative zu den Anbietern oben, sondern etwas anderes: Sie stellen kein Rezept aus, sondern geben Medikamente ab, wenn bereits eines vorliegt. Ein Vergleich nach „ärztlicher Kontakt" oder „Prüfung der Angaben" ergibt für sie keinen Sinn.

Für das rezeptfreie Drumherum einer Abnehmbehandlung – Kühltasche für den Pen, Abwurfbehälter für die Nadeln, Mittel gegen Übelkeit und Verstopfung – sind sie dagegen die richtige Adresse. Das steht auf einer eigenen Seite: Zubehör zur Abnehmspritze.

Alle Anbieter im Detail

Sortiert nach der Verbindlichkeit des ärztlichen Kontakts – aus unserer Sicht das wichtigste Qualitätsmerkmal. Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Rang Anbieter Note Ärztlicher Kontakt Prüfung der Angaben Preismodell Bindung
1 DoktorABC 5.0 nicht verpflichtend Selbstauskunft im Fragebogen Behandlungsgebühr 29 €, Medikament ab 92,93 € (Stand 19.08.2026) kein Abo, Einzelbestellung
2 DrAnsay 4.8 nicht verpflichtend Selbstauskunft ohne Prüfung Behandlungsgebühr 19 €, Medikament separat (Stand 19.08.2026) kein Abo, Einzelbestellung
3 GoLighter 3.7 nicht verpflichtend Selbstauskunft, Gewichts-Tracking während der Behandlung Medikament ab 172 € bis 298 €, Behandlungsentgelt zusätzlich und nicht beziffert monatlich
4 ZAVA 3.6 nicht verpflichtend Fragebogen plus verpflichtender Foto-Upload zur Plausibilitätsprüfung des BMI Behandlungsgebühr 33,99 €, Medikament separat (Stand 19.08.2026) kein Abo, Einzelbestellung
5 Juniper 2.9 teilweise Name und E-Mail vor der ersten medizinischen Frage; danach Angaben zu Größe und Gewicht ab ca. 172 € im ersten Monat, danach ca. 299 € pro Monat monatlich kündbar
6 TeleClinic 2.4 verpflichtend Versichertennachweis, ärztliches Gespräch für gesetzlich Versicherte kostenfrei kein Abo
– Oviva 3.0 Außer Konkurrenz: vermittelt keine Medikamente, sondern ein von der Krankenkasse bezahltes Therapieprogramm.

Stand der Erhebung: August 2026. Preise und Abläufe ändern sich häufig – maßgeblich sind immer die Angaben des jeweiligen Anbieters.

Häufige Fragen

Nach welchen Kriterien bewerten Sie?

Nach fünf Kriterien, die wir am 19. August 2026 an den Bestellstrecken selbst erhoben haben: Aufwand bis zur Bestellung (30 %), Ablauf ohne Medienbruch (25 %), Preistransparenz (20 %), Vertragsbedingungen (15 %) und Lieferzeit (10 %). Die Note sagt, wie einfach die Bestellung ist – nicht, wie gründlich geprüft wird und nicht, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist. Die vollständige Methodik steht unter Redaktion und Methodik.

Verdienen Sie an diesem Vergleich?

Bei einem Teil der aufgeführten Anbieter besteht ein Partnerprogramm, über das wir eine Provision erhalten können. Bei anderen – darunter die beiden am besten bewerteten Wege für gesetzlich Versicherte – ist das nicht der Fall. Wir kennzeichnen jeden Link entsprechend. Details unter Transparenz.

Warum steht ein kostenloser Anbieter im Vergleich?

Weil er für viele Menschen die sinnvollste Option ist. Ein Vergleich, der nur zahlende Partner kennt, wäre wertlos. Für gesetzlich Versicherte ist eine Videosprechstunde mit einer in Deutschland zugelassenen Praxis in der Regel kostenfrei – das gehört an den Anfang jeder Überlegung, nicht ans Ende.

Wie aktuell sind die Angaben?

Die Angaben beruhen auf einer Auswertung der öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter zum angegebenen Erhebungsstand. Preise und Abläufe ändern sich in diesem Markt schnell; maßgeblich sind immer die Angaben des Anbieters zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage.

Quellen und weiterführende Informationen